Archiv für Juni, 2011

Chance vertan beim Rheinbahn-Depot?

Laut Presseberichten haben sich die Vorsitzenden von CDU und FDP auf die künftige Nutzung des Rheinbahn-Depots Am Steinberg geeinigt. Nach  wochenlangen Auseinandersetzungen und Gesprächsvertagungen hat die schwarz-gelbe Ratsmehrheit nach Ansicht der GRÜNEN mit der vermeintlichen Kompromisslösung Ateliernutzung und Straßenbahnmuseum wieder einmal eine Chance in Sachen Stadtentwicklung vertan. Dazu erklärte Fraktionssprecher Norbert Czerwinski heute: „Nichts Neues aus den Hinterzimmern von CDU und FDP. Hier wird nach Gutsherrenart über ein Projekt entschieden, das eine echte Chance für den Stadtteil bedeuten könnte. Ein bisschen Kunst und ein bisschen Verkehrsmuseum wie Herr Conzen und Herr Neuenhaus sich das wünschen, das ist eine halbgare Lösung für das Potenzial, das das Gelände bietet. Hier muss ein Gesamtkonzept mit bisherigen und künftigen NutzerInnen und Interessierten entwickelt werden.“ Czerwinski forderte die schwarz-gelbe Ratsmehrheit auf, „endlich einmal über den Tellerrand der persönlichen Vorlieben ihrer Vorsitzenden hinaus zu blicken.“ Es gelte, mit der Nachnutzung des Rheinbahn-Depots nicht nur einen kulturellen Schwerpunkt in Bilk zu entwickeln. Darüber hinaus könne ein Projekt zur urbanen Mobilität statt einer musealen Aufarbeitung der Rheinbahn-Geschichte einen viel umfassenderen Ansatz zu einem verkehrsgeschichtlichen Schwerpunkt entwickeln.

Dietmar Wolf, GRÜNER Ratsherr und stellvertretender Bezirksvorsteher der BV 3, ergänzt: „Keine Antwort geben CDU und FDP auf die Frage, wie bisherige Nutzungen sinnvoll in neue Konzepte integriert werden können. Alternativ-Planungen sollten in einem breiten öffentlichen Raum diskutiert und Wohnumfeldverbesserungen für die Anlieger mitgedacht werden.“ Wolf nannte neben NABU, Umweltzentrum und BUND auch die aktiven  Bürgervereine, die sich einen großen Veranstaltungsraum wünschten und diesbezüglich seit längerem von der Stadt hingehalten würden.

Die GRÜNEN fordern abschließend: „Schluss mit politischen Alleingängen. CDU und FDP wollen das Gesicht unserer Stadt nach ihren Vorstellungen verändern und missachten dabei die Grundsätze von Bürgerbeteiligung und Transparenz. Das dürfen wir ihnen nicht länger durchgehen lassen.“

Nachtrag 15.07.2011:

Diskussion um das Rheinbahndepot am Steinberg
CDU und FDP im Rat hatten im Hinterzimmer ausgehandelt, wem sie welchen Platz bei der zukünftigen Nutzung des alten Rheinbahndepots geben wollen. Bürger/innenbeteiligung? Gespräche mit KünstlerInnen, Karnevalisten, Umweltzentrum? Diskussionen im Stadtbezirk? Das hat die schwarz-gelbe Mehrheit doch nicht nötig. Wir Grünen im Rat forderten in einem Änderungsantrag, dass alle Akteur/innen einbezogen werden, und dass die wichtigsten Ziele abgesteckt werden mit Perspektiven für die aktuellen Nutzer/innen (insbesondere das Umweltzentrum), Atelierräumen für die Kunstakademie, Platz für ein lebendiges Technikmuseum und Mobilitätszentrum, Platz für Wohnraum und die Aufwertung des Quartiers. Die Schwarz-gelbe Mehrheit präsentierte dagegen nur ihren internen Deal und lehnte sowohl unseren Änderungsantrag als auch die richtige Forderung der SPD nach mehr Bürger/innenbeteiligung ab.

Erstellt am Mittwoch, 29. Juni 2011
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Wem gehört die Stadt – Licht im Tunnel

Mit einem großen Festival der freien Kulturszene Düsseldorfs wird die dunkle und hässliche Unterführung Ellerstraße am Samstag, 9. Juli 2011, in der Zeit von 14:00-22:00 Uhr von 30 Künstlern und Künstlerinnen komplett auf beiden Seiten gestaltet. Dies ist ein Geschenk an die Bewohner und Bewohnerinnen der Stadt als Beispiel,  dass  ohne Bürokratie  und ordnungspolitischen Maßnahmen einiges mehr in dieser Stadt möglich ist als Megaevents oder Kommerz.

Wer noch mit kulturellen Angeboten dazu beitragen möchte  ein großes Stadtteilfest zu organisieren oder einfach mithelfen möchte, melde sich bitte beim Verein Farbfieber, Tel: 0211-378189, mail: farbfieber@t-online.de

Erstellt am Mittwoch, 29. Juni 2011
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Che der Guerilla-Gärtner

Kahle Häuserwände, Betonecken, lieblos oder gar nicht gestaltete Verkehrsinseln. Dagegen ist ein Kraut gewachsen. Guerilla-Gardening nennt sich das Aufmucken derjenigen, die sich die Stadt blühender, bunter, schöner wünschen. Eberhard Ebenschön ist einer von ihnen. Es gibt viele ungenutzte Brachen, aus denen man blühende Oasen schaffen kann. Fantastische Idee – doch leider noch illegal. Wem das nicht ganz geheuer ist, hat aber die Möglichkeit in seiner Umgebung auch auf legale Weise die Umgebung attraktiver zu gestalten, beispielsweise durch eine Baumpatenschaft.

Erstellt am Mittwoch, 22. Juni 2011
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BezirkspolitikerInnen suchen Kontakt zu BürgerInnen

Die Bezirksvertretung 3 (politische Vertretung der Stadtteile Bilk, Unterbilk, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Flehe, Oberbilk) lädt herzlich alle Bürgerinnen und Bürger des Stadtbezirks am kommenden Dienstag, 28.06.11, ab 18:00 Uhr zur 3. Stadtbezirkskonferenz ein. Schwerpunktthema dieser Konferenz ist der Radverkehr im Bezirk. Selbstverständlich stehen wir aber auch für andere Themen, die Sie bewegen, Ihnen zur Verfügung.  Sprechen Sie uns an!

Erstellt am Dienstag, 21. Juni 2011
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Markthalle für regionale Produkte öffnet

Eine ökoregionale Markthalle hat heute ihre Tore geöffnet. An der Uedesheimer Straße 2, wo früher Plus war, hat Hausbesitzer Hans-Rainer Jonas Raum geschaffen für einen Bio-Bäcker, Bio-Metzger, einen Naturlandhof, einen Biolandgärtner aus Hamm und einen Imker. Öffnungszeiten: Die-Fr 8:oo – 20:00 Uhr, Sa 8:00 – 18:00 Uhr.

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Erstellt am Freitag, 17. Juni 2011
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Benzenberg-Realschule stoppt Ganztag

Als erste Schule hat die Benzenberg-Realschule nun den Ganztagsbetrieb im Sommer bis auf weiteres ausgesetzt.  Der Grund: Die Schule in Oberbilk hat als eine der ersten unter den Realschulen und Gymnasien den Ganztagsbetrieb aufgenommen, wartet aber seit Jahren auf die notwendigen und zugesagten Umbauten. Sport findet in Containern statt, die Schulküche ist geschlossen und Fachräume dringend sanierungsbedürftig. Der Vorsitzende des Schulausschusses Wolfgang Scheffler dazu: „Die Stadt hat zu schnell zu viele weiterführende Schulen in den Ganztag geführt, kein Wunder, dass die Umbauten nicht rechtzeitig kommen!“ Vielleicht ist man an der Stadtspitze gewillt, das Ausfrufezeichen endlich zur Kenntnis zu nehmen.

Erstellt am Freitag, 17. Juni 2011
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Giftmeile Corneliusstraße

Endlich drohen der Stadt Konsequenzen für die ständigen Überschreitungen der Grenzwerte für den Feinstaub an der Corneliusstraße. Auch in 2011 waren bereits Ende Mai 30 der 35 pro Jahr erlaubten Tage überschritten. Sollte dies 2012 auch wieder der Fall sein, wird der EU-Umweltkommissar ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten, mit dem Strafzahlungen in Millionenhöhe drohen. Ratsherr Norbert Czerwinski: „Bei der Stadt hat man geglaubt mit der Verschärfung der Umweltzone  Zeit gewonnen zu haben. Das war ein Trugschluss. Wir brauchen jetzt dringend ein neues Verkehrskonzept mit mehr ÖPNV und mehr Radverkehr.“ Was die Verantwortlichen der Verwaltung darüber denken, behalten sich bisher für sich – und hielten lieber stundenlange Reden auf der städtischen Klimakonferenz.

Erstellt am Freitag, 17. Juni 2011
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Neuer Asphalt für die Palmenstraße

Die Palmenstraße zwischen Bilker Allee und Bachstraße erhält jetzt einen neuen Fahrbahnbelag. Die Sanierungsarbeiten sollen bis zum 1. Juli abgeschlossen sein, der Verkehr wird solange über die Kronprinzenstraße umgeleitet.

Erstellt am Freitag, 17. Juni 2011
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GRÜNE wollen Grillzonen am Rhein prüfen lassen

Die GRÜNEN im Rat wollen die Einführung von Grillzonen am Rhein und in Grünanlagen prüfen lassen. In den letzten Wochen hatte es vielfache Beschwerden aufgrund von Müll sowie Lärm- und Luftbelastung gegeben.

Ratsherr Günter Karen-Jungen dazu: „In München gibt es seit einigen Jahren die Grillzonen entlang der Isar und in einigen Grünanlagen. Insgesamt wurden dort gute Erfahrungen mit dem Konzept gemacht. Grillen ist dort nur noch in den Grillzonen erlaubt, ein Wachdienst wurde verstärkt, mehr Müllbehälter aufgestellt und bei schönem Wetter gibt es eine verstärkte Reinigung. Wir wollen das Grillen am Rhein nicht grundsätzlich einschränken, denn es gehört zur Lebensqualität in Düsseldorf dazu. Aber es müssen Maßnahmen her, damit diese  Freizeitbeschäftigung nicht die Lebensqualität der AnwohnerInnen einschränkt.“

Erstellt am Freitag, 17. Juni 2011
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Betriebshof Steinberg geschlossen

An diesem Wochenende schloß der Betriebshof Am Steinberg seine Tore. Mit dem Fahrplanwechsel wechseln die Bahnen und MitarbeiterInnen der Rheinbahn zum Lierenfeld. Damit endet eine 103jährige Geschichte. Zur Zukunft des Depots gibt es neue Vorschläge. In der engeren Auswahl ist derzeit eine künstlerische und museale Lösung. Der andere Vorschlag stammt von der Linie D und sieht ein Mobilitätszentrum vor. Drei Gründe sprechen dafür: zum einen die denkmalgeschützten Hallen, dann die deutschlandweit einmaligen, immer noch fahrbereiten Bahnen aus den Zwanzigern und nicht zuletzt der Einfluss der Rheinbahn auf die Stadtentwicklung.

Nachtrag:

Ein weiterer Vorschlag kommt vom Bund NRW, der einen Mietvertrag bis 2015 auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofs hat. Geschäftsleiter Dirk Jansen schlägt einen Quartiersgarten vor einzurichten. Zudem könne man das Gelände zu einem Vorzeigeobjekt für die energetische Sanierung machen und eine Solartankstelle für Elektro-Autos bauen.

Diese Idee ließe sich auch perfekt mit dem zukunftsorientierten Mobilitätszentrum kombinieren.  Und auch die Kleinkunstszene hätte Platz zur Entfaltung. Aber wie man sieht: Es wird höchste Zeit für ein Moderationsverfahren, bei dem man sich unter professioneller Anleitung alle Begehrlichkeiten unter einen Hut bekommt. Ein Projekt im Bezirk hat ja schon gezeigt, dass und wie sowas möglich ist. Die Lorettostraße ist gut gelungen.

Erstellt am Samstag, 11. Juni 2011
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