Wie kann Platznutzung für alle gestaltet werden?

V.a. in Bilk und Oberbilk sind die Platznutzung fast schon ständiger Bestandteil der Tagesordnung der Bezirksvertretung. Doch obwohl wir PolitikerInnen uns nun schon recht intensiv damit befaßt haben und die Verwaltung verschiedene Lösung auch umgesetzt hat, ist der Königsweg immer noch nicht in Sicht. Zu unterschiedlich und zu untolerant sind die verschiedenen Nutzergruppen, was sich gerade auf den zwar zahlreichen, aber recht beengten Freiräumen in Bilk und Oberbilk zeigt. Paradebeispiele sind derzeit der Oberbilker Markt, der durch eine städteräumliche Umgestaltung hoffentlich nicht nur an räumlicher Offenheit gewinnen wird, sowie der Lessingplatz, der durch eine aktive Bürgerinitiative (BILP, leider mit nicht funktionierender Internetpräsenz, ich hätte gerne auf sie verlinkt :( ) immer wieder auf sich aufmerksam macht. Jüngst gab es ein Gespräch mit der Initiative, dem OB-Büro und den Bezirksvorstehern, in dem man sich auf ein Konzept zum Umbau des Kiosk einigte. Es bleibt zu hoffen, dass der Grundgedanke dieses Umbaus, einen Nachbarschaftstreff in Form eines Bistro-Cafés  zu kreieren, um das Zusammenleben auch zwischen den vielen Nationalitäten zu fördern, umgesetzt wird. Damit wäre ein wesentliches Problem angegangen, das dann auch für andere Plätze Schule machen könnte. Eine Interessensgruppe wird jedoch bei allen Überlegungen wieder hinten anstehen, da sie sich nicht um eine Lobby kümmern und diese auch nicht so recht wollen: Diejenigen, deren Lebensmittelpunkt auf der Straße ist. Sie haben zwar ein Obdach, halten sich aber viel lieber im Freien auf. Und das bei Wind und Wetter. Sie nehmen sich die Freiheit ihr Leben so zu gestalten wie sie es wünschen. Und ecken damit bei den “Gutbürgerlichen” an, jenen, die nicht den Mut haben, ihr Leben auf das wesentliche zu reduzieren. Und das ist nur einer der Gründe, warum es Menschen gibt, die ein Leben in der Gemeinschaft auf der Straße allem anderen den Vorzug geben. Aber verächtlich auf den anderen zu schauen ist immer noch so viel einfacher als sich mit ihm zu beschäftigen, gell? ;)

Erstellt am Samstag, 16. Mai 2009
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Warum macht Christine Ewert Politik?

Weil ich in der Lage dazu bin. Weil ich das Glück habe an einem Ort in einer Zeit zu leben, wo dies möglich ist. Die Möglichkeit bestünde womöglich auch zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort, wäre aber unter Umständen mit ungleich viel mehr Mut verbunden als ich vielleicht aufbringen könnte.
Mitbestimmung ist einer der wichtigsten Werte, die es gibt. Mitbestimmung ist die Chance, etwas zu verändern. Für die eigenen Überzeugungen zu kämpfen. Ziele gibt es auf dieser Welt genug. Probleme auch. Und natürlich werden wir nicht alle lösen können. Nicht jetzt, nicht allein, vielleicht manche auch nie. Aber auf alle Fälle können wir etwas tun, wenn wir es gemeinsam tun.
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Erstellt am Sonntag, 29. März 2009
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