Urban Gardening: Die grüne Guerilla

 Nirgendwo auf der Welt ist städtisches Gärtnern so vielfältig wie in Deutschland. Der Freitag über eine politische Avantgarde.

Erstellt am Montag, 4. Juni 2012
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Che der Guerilla-Gärtner

Kahle Häuserwände, Betonecken, lieblos oder gar nicht gestaltete Verkehrsinseln. Dagegen ist ein Kraut gewachsen. Guerilla-Gardening nennt sich das Aufmucken derjenigen, die sich die Stadt blühender, bunter, schöner wünschen. Eberhard Ebenschön ist einer von ihnen. Es gibt viele ungenutzte Brachen, aus denen man blühende Oasen schaffen kann. Fantastische Idee – doch leider noch illegal. Wem das nicht ganz geheuer ist, hat aber die Möglichkeit in seiner Umgebung auch auf legale Weise die Umgebung attraktiver zu gestalten, beispielsweise durch eine Baumpatenschaft.

Erstellt am Mittwoch, 22. Juni 2011
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Großen Ärger um ein kleines Ferkel

Kaum hat sich das Bundesfamilienministerium mit den Internetsperren großer Beliebtheit erfreut :( nach dem Motto „Mach die Augen zu, dann siehst Du auch nichts mehr!“, schon kommen die skandalösen Rampensäue der Bundespolitik mit dem nächsten Knaller daher: Sie wollen allen Ernstes ein satirisches Buch auf den Index setzen lassen!!! Hallo Leute, geht’s denn noch??? Dass InternetausdruckerInnen Angst vor diesem ihnen unbekannten Medium haben und sich nicht anders zu wehren wissen gegen ihre Unwissenheit und die ganze Republik unter Zensur leiden lassen wollen, ist schon grausam genug. Aber nun am gedruckten Wort vergreifen zu wollen, ist alle Alarmzeichen wert! Liebe WählerInnen, tut bitte am 27. September das richtige, wählt – und wählt diese Unzumutbarkeiten ab!

Worum geht es in dem Buch? Hier die Kurzbeschreibung von amazon.de

„Das kleine Ferkel und der kleine Igel hatten immer geglaubt, es könnte ihnen gar nicht besser gehen. Doch dann klebt jemand über Nacht ein Plakat an ihr Häuschen, auf dem geschrieben steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machen sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen…
Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel klärt Kinder auf humorvolle Weise über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam auf. Die Frage, ob einem religionsfreien Kind „etwas fehlt“, wird dabei aus der Perspektive des weltlichen Humanismus beantwortet: „Und die Moral von der Geschicht': Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht …“

Erstellt am Sonntag, 28. Juni 2009
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Aufstand der Kleingärtner von der Rosenhecke gegen städtische Willkür?

Die Stadt verlangt von vielen Pächtern Rückbauten und Rückschnitte, welche diese als reine Willkür ansehen. Hintergrund ist der neue Generalpachtvertrag von 2003, gültig für alle über 100 Kleingartenvereine Düsseldorfs. Seither begutachten städtische Mitarbeiter alle Gärten.

Einer der Pächter prozessiert nun gegen die Stadt. Der Termin am vergangenen Montag mußte allerdings verschoben werden, da nicht alle ProzessbesucherInnen in dem vorgesehenen Saal Platz fanden. Der neu angesetzte Termin am kommenden Montag um 10:15 Uhr findet nun im große Landesgerichtssaal L111 statt.

Nachtrag vom 23. Juni 2009

Die rund 200 KleingärtnerInnen, die gestern beim Musterprozess beim Amtsgericht anwesend waren, dürfen freudig dem Urteil Mitte Juli entgegen sehen. Rund 4200 Rückbaubescheide hat die Stadt rausgeschickt. Es geht um zu hohe Bäume, Dächer, Pavillons, Teiche und Hecken. Einer wehrte sich jetzt – und bekam Recht. Die Richterin sieht keine Vertragsbeziehung zwischen KleingärternInnen und der Stadt. Der Pachtvertrag besteht zwischen der Stadt und dem Kreisverband der Kleingärtner. Der wiederum schließt mit den Pächtern die Verträge ab. Damit ist die Stadt außen vor. Daneben gilt auch noch der Bestandsschutz für das Dach, dem Gegenstand des Verfahrens. Denn ältere Bauten dürfen nur repariert, nicht erneuert werden. Ein neues Dach sei aber eine Reparatur.

Da dies eine Einzelfallentscheidung ist, ist nun die Politik gefragt, wie mit den übrigen der 4200 Bescheide umgegangen werden soll.

Erstellt am Mittwoch, 10. Juni 2009
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Checkliste für gemeine Gesellschaften

Wie merkt mensch, dass er / sie ungewollt in eine neue religiöse oder ideologische Gemeinschaft oder Psychogruppe hineinzurutschen droht oder dies bereits ist, etwa den Scientologisten? So nach dem Motto: Wir sind die Borg! Widerstand ist zwecklos!

Die Beratungsstelle Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. hat in ihrem Jahresbericht 2008 eine Checkliste veröffentlicht. Je mehr der folgenden Punkte zutreffen, umso mehr Zündstoff enthält die Gemeinschaft:

  • Bei der Gruppe finde ich 100% das, was ich bisher vergeblich gesucht habe. Sie weiß erstaunlich genau, was mir fehlt.
  • Schon der erste Kontakt eröffnet mir eine völlig neue Sicht der Dinge.
  • Das Weltbild der Gruppe ist verblüffend einfach und erklärt jedes Problem.
  • Es ist schwer, sich ein genaues Bild von der Gruppe zu machen. Ich soll nicht nachdenken und prüfen. Meine Freunde sagen: „Das kann man nicht erklären. Das mußt Du erleben – komm doch gleich in unser Zentrum!“
  • Die Gruppe hat einen Meister, ein Medium, einen Führer oder Guru, der allein im Besitz der ganzen Wahrheit ist.
  • Die Lehre der Gruppe gilt als einzig echtes, ewig wahres Wissen. Die etablierte Wissenschaft, das rationale Denken, der Verstand werden dagegen als Verkopfung, als negativ, satanisch oder unerleuchtet abgelehnt.
  • Kritik durch Außenstehende wird als Beweis betrachtet, dass die Gruppe Recht hat.
  • Die Menschheit treibt auf eine Katastrophe zu und nur die Gruppe weiß, wie man die Welt retten kann.
  • Die Gruppe ist die Elite und die übrige Menschheit ist krank und verloren – solange sie nicht mitmacht bzw. sich retten läßt.
  • Ich soll sofort Mitglied werden.
  • Die Gruppe grenzt sich von der übrigen Welt ab und nimmt eine strenge Reglementierung zwischenmenschlicher Beziehungen vor.
  • Die Gruppe will, dass ich alle „alten“ Beziehungen abbreche, weil sie meine Entwicklung behindern.
  • Mein Sexualverhalten wird mir exakt vorgeschrieben, etwa Partnerwahl durch die Leitung, Gruppensex oder auch totale Enthaltsamkeit.
  • Die Gruppe füllt meine gesamte Zeit mit Aufgaben: Verkauf von Büchern oder Zeitungen, werben neuer Mitglieder, Besuch von Kursen, Meditation…
  • Es ist schwer, allein zu sein – jemand aus der Gruppe ist immer bei mir.
  • Wenn ich zweifle, wenn sich der versprochene Erfolg nicht einstellt, bin ich „selbst schuld“, weil ich mich nicht genug einsetze oder weil ich nicht stark genug glaube.
  • Die Gruppe verlangt strikte Befolgung ihrer Regeln und Disziplin – als einziger Weg zur Rettung.

Wer Probleme hat mit solchen Gemeinschaften, findet in den MitarbeiterInnen der Beratungsstelle kompetente AnsprechpartnerInnen.

Erstellt am Freitag, 29. Mai 2009
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Eat this, Große Koalition!

Einfach nur gut! :)

Erstellt am Freitag, 29. Mai 2009
Kategorie: Allgemein, Netzpolitik | Kommentieren »

Petition gegen Internetsperren

Derzeit steigen die Unterschriftenzahlen interessant schnell an für die Petition von Franziska Heine Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten. Auf die Reaktion der Damen und Herren Bundestagsabgeordneten darf mensch gespannt sein. Bis zum 16. Juni kann noch mitgezeichnet werden und schon jetzt ist das erforderliche Quorum, bei dem die Hauptzeichnerin im Bundestag gehört werden muss, fast erreicht. Also laßt Euch von dem etwas umständlichen Anmeldeverfahren nicht abschrecken und zeichnet mit! – Es lohnt sich! :)

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Erstellt am Mittwoch, 6. Mai 2009
Kategorie: Allgemein, Netzpolitik | Kommentieren »

Guerilleros in städtischen Grünanlagen

Das ist doch mal eine Kolumne, die mich freut. Offiziell zur Nachahmung möchte ich natürlich an dieser Stelle nicht aufrufen, da die Aktionen nicht ganz legal sind – und hierzulande sogar als Vandalismus gelten. Dennoch lass ich es mir nicht nehmen, das Guerilla Gardening gut zu finden. :)

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Erstellt am Montag, 27. April 2009
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